Herzlich willkommen in unserem FAQ-Bereich! In der Welt von Programmevaluation ist die Verwendung eines konsistenten Vokabulars von entscheidender Bedeutung. Einheitliche Begriffe und Definitionen helfen dabei, Missverständnisse in der Evaluationsplanung zu vermeiden und Schlussfolgerungen klar zu kommunizieren. Dadurch wird sichergestellt, dass Evaluationsprozesse präzise und zuverlässig sind und die gewonnenen Erkenntnisse effektiv zur Verbesserung von Programmen genutzt werden können.  Alle Antworten sind mit unserem Eval-Wiki verlinkt, wo 425 Evaluationsbegriffe definiert und mit Quellen hinterlegt sind. Entdecken Sie hier Antworten auf die häufigsten Fragen und vertiefen Sie Ihr Verständnis für eine erfolgreiche Evaluation.

Eine Variable ist ein Symbol, das durch jedes Element einer spezifizierten Menge von Merkmalsausprägungen ersetzt werden kann. Die Variable "höchster Bildungsabschluss" kann beispielweise die Ausprägungen "ohne Schulabschluss", "Berufsbildungsreife", "Abitur", "Hochschulabschluss" und weitere haben. In einer Erhebungsmenge muss „Variation“ gegeben sein, um von Variablen zu sprechen, es muss also mindestens zwei mögliche Ausprägungen eines Merkmals geben. Andernfalls liegt eine „Konstante“ vor (z. B. wenn ausschließlich Teilnehmende mit der Nationalität „türkisch“ als Erhebungseinheiten vorkommen). Variablen im Rahmen der Evaluation spielen insbesondere in Wirkmodellen eine wichtige Rolle. Werden die Ausprägungen empirisch gemessen spricht man von Daten.

engl.: variable
frz.: variable
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Ein Wirkmodell ist eine grafische Darstellung der Wirkannahmen im Sinne von gedachten/vermuteten Kausalbeziehungen zwischen Elementen eines Programms, insbesondere zwischen Interventionen und Outcomes (visualisiert meist durch Pfeile). Ein Wirkmodell ist Ergebnis einer Wirkungsmodellierung und beruht auf der Annahme, dass die gewünschten Resultate Wirkungen der Interventionen des Programms darstellen. Ein Bestandteil eines Wirkmodells kann ein einzelner Wirkstrang sein. (siehe auch logisches Modell, Programmtheorie)

engl.: causation model
frz.: model de causalité#

Hier geht es zum vollständigen Eintrag im Glossar der Evaluation: Wirkmodell 

Wirkannahmen sind explizite oder implizite Vermutungen von Stakeholdern, insbesondere Programmzuständigen, zu programminternen Einflussbeziehungen, welche die Zielerreichung eines Programms ermöglichen, begünstigen oder hemmen. Sie beschreiben insbesondere die gedachten Verbindungen zwischen den Programmzielen und den darauf zugeschnittenen Interventionen und treffen ggf. Aussagen dazu, unter welchen Bedingungen diese zutreffen. Das Konzept eines Programms sollte neben Aussagen zu Zielen und Interventionen nach Möglichkeit auch solche zu Wirkannahmen enthalten. Wirkannahmen können, müssen aber nicht die strenge Form von Hypothesen annehmen, wie sie in der empirischen Sozialforschung gebräuchlich sind. Die grafische Darstellung aller Wirkannahmen eines Programms bildet dessen Wirkmodell, ein einzelner Wirkzusammenhang daraus einen Wirkstrang.
In der programmtheoriegesteuerten Evaluation sind Wirkannahmen unverzichtbarer Kernbestandteil, wobei diese hier vorrangig durch die Evaluierenden aus Theorien abgeleitet werden sollen.

engl.: rationales
frz.: supposition des effets
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